Christina Maria Kestler (geb. Pichler)

Für Langatmige

Ich begann im Mai 2010 mit dem Fotografieren, an einer Stelle, an der sich zwei Flüsse treffen, der Lech und die Wertach. Ich war mit einem Freund aus der Kunsthochschule unterwegs und er erteilte mir meine erste und bis heute unvergessene Lektion: „Wenn die Sonne lacht, Blende 8“. 

 

Als er mir meinen ersten Film in die Kamera einlegte, sagte er tröstend, dass es kein Problem sei, wenn viele Bilder nichts werden, das sei am Anfang normal. Als wir den Film abholten, staunten wir beide: jedes Bild war gestochen scharf und meine bis heute anhaltende Ästhetik war bereits enthalten.

 

Um ehrlich zu sein, war ich nicht so sehr überrascht wie mein Freund, weil ich bereits während des Fotografierens stets eine Art geheimes Signal spürte, wann ich abdrücken sollte. Die Welt erscheint mir durch meine Kamera noch heute wie eine zweite Wirklichkeit, ein optischer Filter, der einen klareren Blick auf Momente zulässt, die abgelichtet werden wollen.

 

Natürlich ist inzwischen viel mehr Übung dabei und das Equipment um eine digitale Vollformatkamera reicher, aber noch heute vertraue ich auf meinen Impuls und meinen poetischen Blick auf die Welt. 

 


Ausstellungen

2013 - Nichts als Gespenster - Analoge Fotografien im Alten Stadtbad Augsburg
2013 - Ich bin UNsichtbar.de - Im Rathaus Augsburg
2012 - Flüchtlingsbilder - Grand Hotel Cosmopolis Augsburg

2001 - Der Nuttenbus von der A8 - Bühnenbild fürs Theatertück
2011 - Sinti und Roma - Analoge Fotografien im Rathaus Augsburg

2001 - Voyeur X Mas - Bühnenbild für die Orangerie

2013 - Analoge Fotografien - Vernissage Tür an Tür 


Preise & Veröffentlichungen

2013 - Brain 4 Art Award 2012
2013 - Herabfallende Steine Award - 2. Platz
2012 - Brain 4 Art Award 2014 - 3. Platz
2011 - Blicke Fangen - Erschienen im Unsichtbar Verlag

2001 - ICH BIN unSICHTBAR.DE - Erschienen im Unsichtbar Verlag

2015 - CD Cover & Booklet von Raphael Kestler